Dienstag, 24. August 2010
..lucky to have been where i have been...
Hey Ihr,
Nun mein Abschlussblogeintrag aus Suedafrika.
Ich kann es gar nicht glauben, dass beinahe 12 Monate vergangen sind, seitdem ich mich von euch in Deutschland verabschiedet habe, und voller Erwartungen nach Suedafrika gereist bin. Nun habe ich dieses Land soweit bereist, seine Menschen kennen und lieben gelernt und nun heisst es wieder Abschiednehmen. Und vorallem habe ich dieses Land besser kennengelernt, als jeder Tourist.
‘all good things come to an end’ – aber es kommen ja auch immer wieder neue gute Sachen, deswegen bin ich da recht optimistisch und freue mich auf Deutschland.
Ich hab waehrend der letzten 12 Monate sehr viele schoene und schlechte Dinge erleben duerfen, mir wurde bewusst, was fuer ein glueckliches, Land Deutschland sein koennte, wenn nicht aus allen moeglichen Kleinigkeiten so grosse Dinge gemacht werden wuerden. Hier in Suedafrika lernt man erstmal zu schaetzen, was man in Deutschland eigentlich hat. Suedafrika ist ein wunderschoenes Land voller Probleme mit einer wunderbaren Zukunft. So paradox das auch klingen mag, ich glaube an die Zukunft meines zweiten Heimatlandes, aber mache mir Gedanken, wie das ablaufen wird und vorallem wann. Suedafrikaner muessen ueber ihre Geschichte hinweg kommen und ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Das scheinen die allerdings ab und an was falsch zu verstehen, wie gerade im Moment. Es herrscht ein Streik im oeffentlichen Dienst. Lehrer unterrichten ihre Kinder nicht mehr, Schulen die bei dem Streik nicht mitmachen, werden von anderen Streikenden demoliert. Wie soll ein funktionierendes Schulsystem entstehen mit guten Schulgebaeuden, wenn sie selbst die Fenster mit Steinen einschlagen etc.? Ausserdem sind bei dem Streik schon mehrere Menschen umgekommen, weil Krankenschwestern entweder selbst streiken oder von anderen Streikenden vom Arbeiten abgehalten werden. Es hapert an vielen Ecken in diesem Land, aber es ist auch die Regierung, die die Dinge nicht in der Hand hat und es nicht geregelt kriegt. Aber ich bleibe optimistisch, Suedafrikas Geschichte ist noch sehr jung und wie man ja so schoen sagt ‘in Europe they have watches, in Africa we have time’…also lasst ihnen noch ein bisschen Zeit, das wird schon noch!
Und ich glaube, dass alle, sowohl die guten als auch die schlechten Erlebnisse, mich auf irgendeine Art und Weise weiter gebracht haben und ich daraus lernen konnte.
Ich nehme sehr viele gute Erinnerungen mit und in meinem Koffer sind mehr Handarbeiten und andere Dinge aus Afrika als Klamotten.
Ich nehme an und glaube zu wissen, dass sich zu Hause auch jede Menge Dinge geaendert haben und habe ein bisschen das Gefuehl, nach einem Jahr schon wieder ins kalte Wasser geworfen zu werden, weil ich ja bald umziehen werde und sich auch so viel aendern wird…
Um euch vorzuwahnen, ich habe mindestens 5 kilo zugenommen seit meiner Abreise nach Suedafrika, habe schlechte Haut bekommen (lecker fettiges Essen) und wurde gerade letzte Nacht von einem Tier heimgesucht, ich nehme an es waren Floehe, die mich wohl ganz schmackhaft fanden und mich von oben bis unten einmal durchgekaut haben. Das ist super nervig und vorallem fuehlt man sich so ein bisschen neben der Spur, mit deren ganzen Gift im Koerper…. :( und vorallem habe ich mein Deutsch verlernt, ich hoffe das wird schnell wieder!
Ich wuensch euch erstmal eine schoene Woche und wir sehen uns dann in Deutschland, denn es geht von weltwaerts zu heimwaerts!!!
Bis ganz bald, eure Pauli
Montag, 23. August 2010
Freitag, 20. August 2010
STREIK

und meine Gastmama und ich..!:)
Gestern Abend hatte meine Gastschwester Volante einen Tanzwettbewerb und hat auch die letzten Wochen von nichts anderem gesprochen und mir staendig ihre neuen Moves vorgemacht und so. Gestern war es dann endlich so weit und wir waren natuerlich alle vor Ort!! Das war auch alles recht schoen anzusehen, abgesehen davon, dass suedafrikanische Kinder ueberwiegend dick sind und dann sieht das in den engen Tanzklamotten nicht soo schoen aus aber da haben wir mal drueber hinweg geguckt..




Donnerstag, 19. August 2010
von mathilde zu gunnar.
hier nur schnell ein bericht ueber meinen durchaus spannenden weg zur arbeit am dienstag.
also seitdem ich ja umgezogen bin, wohne ich nicht mehr 5 minuten von der schule entfernt sondern so 20-25 minuten. am dienstag morgen sind meine gastmama und ich ausnahmesweise mal mit meinem auto gefahren und nicht mit unserer kollegin, weil wir noch was abholen mussten unterwegs und dann war das einfach praktischer.
dummerweise hatte ein polizist neulich mal den verdacht gehabt, dass mein autoverleih (best beetle) illegale sachen macht und nur eine lizenz (so wie tuev plaketten) beantragt und die dann an fuenf autos macht. an diesem besagten dienstag stand dieser besagte polizist an einer strassenecke und hatte nichts zu tun, bis die paulina in ihrer mathilde vorbei geduest kam und er seine chance witterte. er folgte uns also, hielt uns an, kontrollierte alle moeglichen dinge und so und bat uns, ihm zum traffic department zu folgen, weil er das auto komplett durchchecken lassen wollte. ohje!
dort angekommen haben die dann wirklich ALLES durchgecheckt und festgestellt, dass es wirklich irgendwie nicht so legal zugeht dort und wollten dass der inhaber von best beetle vorbei kommt. der hatte natuerlich total schiss und hat nur rumgestottert am telefon und ist nicht gekommen.
ausserdem haben die festgestellt, dass das auto eigentlich nicht mehr fahrtuechtig ist und nicht im oeffentlichen verkehr erlaubt sein sollte, haben also die lizenz abgenommen und das auto 'aus dem verkehr gezogen'. dafuer hat der autoverleih dann auch noch eine fette strafe (120 euro...) bekommen, die er wohl hoffentlich bald bezahlt, sonst kriegt meine gastfamilie wohl die mahnungen. haha
jedenfalls sind wir dann von einem unserer busfahrer abgeholt worden und sind zur schule gefahren, wo schon alle ganz genau bescheid wussten weil einer der busfahrer uns morgens gesehen hatte. best beetle war so guetig und hat mir ein neues auto vorbei gebracht, das total haesslich ist von aussen, aber von innen ist es eigentlich ganz schoen. der gunnar (so hab ich es genannt) ist wohl farblich missbraucht worden, weil irgendjemand hat seine schlechte laune mit spruehdosen an ihm ausgelassen und deswegen ist der aussenlack weniger schoen. und zu allem ueberfluss auch noch in deutschlandfarben. haha
najaaaa....vielleicht kommt naechste woche oder so nochmal ein foto von gunnar.
so, ich hab feierabend! auf gehts nach hause, heut abend ist die tanzauffuehrung von meiner kleinen gastschwester...
bis naechste woche dann, via blog oder in real!
Donnerstag, 12. August 2010
Durban baby!

juchuuu straaaand!!.jpg)


und das sind 2 Teile unserer super Shopping-Tour ueber den Markt am Strand: Zulu-Huete!!!! (ich wette einige von euch werden jetzt sagen, meine Guete, was will die denn DAMIT. Aber ich finds cool, das ist halt Suedafrika und wenn ich den wirklich irgendwann mal anziehen will, dann zur Hochzeit meiner Mama! haha Freu dich schon mal.)




der Victoria Street Market (ziemlich haesslich, aber schoene Dinge gibts zu kaufen und vorallem billliger als im ueberteuertem Cape Town!)...

Und das ist Sandras super Errungenschaft, eine Schuerze, die wir auf einem dieser fantastischen Maerkte gefunden haben, fuer ihre Oma...
Machts guuut, bis bald!!!!
Dienstag, 3. August 2010
die letzten Tage...
Es ist zwar nichts spektakulaeres passiert, aber in den letzten Tagen haben Sandra und ich immer eine Menge unternommen, um die verbleibende Zeit noch voll ausnutzen zu koennen..
Das wetter war aber nicht so optimal, es war total windig und dadurch relativ kalt, aber es hat trotzdem Spass gemacht und es ist gut, all die schoenen Orte vor der Abeise nochmal zu sehen!Freitag, 16. Juli 2010
alles, was gut ist.
Ich bin zurueck in der Zivilisation!!
Yoh, das waren lange Ferien, ich hab jede Menge erlebt, gesehen, gemacht…usw :)
Also, zunaechst gab es erstmal das weniger erfreuliche Ereignis: Meine Gastmutter kam ploetzlich an und hat sich ueber alles was ich jemals in meinem Leben getan habe aufgeregt, ueber meine Freunde, ueber mich selbst, ueber alles. Es war echt schlimm. Die Art und Weise wie sie mit mir gesprochen hat, liess auch zu Wuenschen uebrig, sodass ich an diesem Abend beschlossen habe, dass es so nicht weiter geht und dass ich nicht weiss, wie es wieder ‘normal’ werden sollte, also habe ich meine Sachen gepackt und bin am naechsten Morgen ausgezogen. Das war der erste Ferientag, die Ferien fingen also weniger erfreulich an, wobei…wie mans nimmt :) Ich war dann also zunaechst erstmal heimatlos…hab mir die Zeit bis zum WM-Urlaub bei anderen Freiwilligen vertrieben…
Das Eroeffnungsspiel haben ja mit Sicherheit auch viele von euch gesehen…Ich bin mit Sandra in die Longstreet (DIE Strasse…) und haben das Spiel dort in einer Kneipe gesehen. So ganz typisch Suedafrikanisch: Die Bar war ueberhaupt nicht vorbereitet und draussen bildete sich schon eine Schlange, weil sie noch die Getraenke rein tragen mussten….und das 10 Minuten vor Beginn der Eroeffnungszeremonie…sowas dummes! Aber sie haben es noch rechtzeitig geschafft und wir haben das Spiel gucken koennen…Tshabalalaaaaaaaaaaaaa!!! Ich muss sagen, Bafana Bafana ist vielleicht das erste Team, das als Gastgeber in der Vorrunde rausgeflogen ist, aber ich finde die haben sich schon besser geschlagen, als erwartet.



hinterher Party in der Longstreet
Dann war ich noch bei dem Vorrundenspiel Italien-Paraguay im Stadion in Kapstadt. Das Spiel war zwar irre langweilig und ich hab mich auch wirklich fuer keins der Teams interessiert! Die Tore (1:1) sind immerhin beide auf meiner Seite gefallen und es war doch ganz schoen, mal in Kapstadts Stadion gewesen zu sein…
das einzige wirklich bemerkenswerte bei diesem Spiel war der Regen...und dass wir, mit den billigsten Tickets im ganzen Stadion, nicht nass geworden sind....:)
Bald darauf ging es dann endlich los. Mit Katha zusammen bin ich mit dem Bus nach P.E. gefahren, um das Deutschland-Serbien Spiel zu schauen. Das war einfach nur traurig. Das gesamte Stadion voll mit Deutschland-Fans, oder Suedafrikanern, die so tun als wuerden sie Deutschland unterstuetzen. Und diese paar Gestalten aus Serbien gewinnen dann doch. Dabei waren wir so gut ausgestattet als Fans…2 andere Freiwillige liefen nur in kurzer Hose rum und hatten den ganzen Koerper angemalt und so…aber das war wohl trotzdem nichts…



uuund tschuess Klooose. Schade Schokolade.
Am naechsten Tag ging es dann direkt weiter nach Johannesburg. Da war ich ja bisher nur die ersten 2 Tage nach meiner Ankunft in Suedafrika und hatte eigentlich noch gar nichts von der Stadt gesehen (was im Nachhinein auch nicht weiter tragisch gewesen waere…). Dort hab ich mich dann mit Sandra und Sonja getroffen…

Am ersten Tag wollten wir zum Apartheidsmuseum, das ja nunmal einen ganz wichtigen Teil suedafrikanischer Geschichte praesentiert. Das eigentliche Problem war: wie kommen wir da bloss hin? Ohne funktionieren oeffentlichen Verkehr, ohne Auto und ohne Stadtkenntnisse in einer der gefaehrlichsten Staedte der Welt…na dann mal viel Spass! Wir hatten letztendlich keine andere Wahl als unser Glueck mit einem Minibustaxi zu probieren…Auf dem Hinweg lief auch alles glatt und wir waren unednlich stolz auf uns, als wir dann endlich beim Apartheitsmuseum angekommen waren. Das Museum an sich ist auch wirklich irre interessant, ein MUSS fuer jeden Suedafrika-Besucher.







Tja und dann hiess es, wie kommen wir wieder zurueck? Dazu muss man wissen, dass es in Joburg verschiedene Handzeichen gibt, je nachdem wo man hin will, um ein Minibus-taxi anzuhalten. Als ein Taxi an uns vorbei fuhr hab ich einfach scherzhaft eins von den Zeichen gemacht, die ich vorher schon bei anderen gesehen hatte…und siehe da, das Taxi hielt an und brachte uns zur Central Station. Das war das naechste Problem. Wir drei Maedels laufen da so ein bisschen verloren durch Joburgs Innenstadt (‘downtown’…nicht die beste Gegend) und versuchen das richtige Anschluss-Taxi zu finden. Wir haben versucht uns durchzufragen aber alle haben uns woanders hingeschickt…Also liefen wir da so planlos durch die Gegend…bis Polizisten uns aufgegriffen haben und uns zum richtigen Taxi gebracht haben, weil sie sich ein bisschen Sorgen um unsere Sicherheit gemacht hatten….Wir sind also doch noch lebend nach Hause gekommen :) Die naechsten Tage sind wir dann bei uns im Viertel geblieben, weil uns das mit dem Taxifahren dann doch zu kompliziert und anstrengend wurde. Am letzten Abend ging es dann richtung SOCCER CITY um das Deutschland-Ghana Spiel zu schauen. Sonja hatte kein Ticket, also sind Sandra und ich alleine gegangen. Auf dem Weg dorthin haben wir einen Suedafrikaner in Lederhosen kennengelernt, mit dem wir dann zusammen zum Spiel gefahren sind und mit dem wir zusammen im Stadion rumgerannt sind. Der musste allerdings alle 10 Meter fuer ein Foto herhalten fuer irgendwelche Touristen und so….Und da wir grad in Deutschlandfarben daneben standen mussten wir auch mit drauf. Also haben suuuper viele Stadionbesucher von dem Abend ein Foto von uns…nur wir haben irgendwie nie eins gemacht…Aber ein ganz paar wenige hab ich dann doch noch gemacht….

Das Stadion ist im dunkeln sooo schoen!

ganz beliebt waren auch Fotos mit Ghana-Fans...







Dann sind wir noch hoch in den Norden zum Etosha National Park, um nochmal ein paar Tierchen zu suchen. Sandra hatte bisher noch keine Elefanten gesehen, deswegen waren die dann auch so unsere Hauptattraktion.






die beiden Bilder hab ich jetzt nur mal hochgeladen, um zu zeigen, wie deutsch es in Namibia doch ist!








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